Augen-OP: Der erste OP-Tag

So, nun komm ich endlich mal dazu euch ein Update zu geben, da es gestern noch etwas schwierig geworden wäre und man das frisch operierte Auge auch nicht grad mit lesen belasten sollte. 😉

Falls der Text noch etwas fehlerhaft sein sollte: Ich habe das ganze auch mit einem Auge geschrieben, was Zeitweise etwas mühsam ist, da man ja nur das halbe Blickfeld hat…

Hinweis: Ich habe den Artikel trotzdem aus der sicht von Montag aus geschrieben um später keine Verwirrung zu stiften. Das heisst: „Heute“ im Bericht ist gestern und „morgen“ ist heute. 😉

23112009(001)Ich hatte also um 11:45 die erste von zwei Augen-Operationen. Ganz neugierig machte ich mich bereits um ca. 10 Uhr auf den Weg und war dann bereits eine Stunde früher in der Klinik. -Ich war darauf eingestellt wie schon bei der Voruntersuchung länger im Wartesaal warten zu müssen und nahm noch etwas zu lesen mit. Dazu kams aber nicht; stattdessen riefen sie mich nach nur ca. 10 Minuten aus zum „umziehen“. Ich bekam einen Garderobeschrank mit Schlüssel wo ich T-Shirt, so wie sämtliche Accessoires wie z.B.  die Uhr, Brille, usw. ablegen musste – auch das Augenbrauen-Piercing musste temporär weg. Eine Sache, auf die ich nicht vorbereitet war, aber auch da wird sich eine Lösung finden (für die nicht-gepiercten: So ein piercing-loch kann in nur wenigen Tagen zusammen wachsen, d.h. eine Woche ohne wäre sicherlich zu lange!).

Ich bemerkte auch, dass ich nicht der erste war: Etliche Leute, die ein Auge mit nem weissen verband abgeklebt hatten waren schon da, bzw. kamen dann nach.

Nichtsdestotrotz fühlte ich mich extrem ruhig; fast so, als ob ich das jeden Tag machen würde und ich wunderte mich ein bisschen ab mir selber. 😉
– Ich muss hier sagen, dass mir die lange Recherche und Vorbereitung extrem geholfen hat – Alleine Aufgrund der zahlreichen Erlebnis-Berichte die man im Internet findet wusste ich schon lange vor der OP, jeden einzelnen Schritt der kommen würde.

Als sie mich in einem Vor-vorbereitungsraum nahmen wurde ich als erstes gefragt, „welches Auge ich denn zuerst gerne hätte?“ Ich entschied mich für das rechte.

Dann wurde mir eine Infusion an den Arm gehängt mit einem mittel um den Augen-Innendruck niedrig zu halten und Augen-Tropfen gegeben, die die Pupille auf einen winzig kleinen Punkt verkleinerten – Sah noch witzig aus im Spiegel, denn eine derart kleine Pupille hat man sonst eigentlich nie. 😉

Da die Arzt-Assistentin meine Gelassenheit bemerkte meinte Sie nur: „Sie sehen nicht sehr aufgeregt aus, wollen Sie trotzdem eine Beruhigungs-Tablette?“ – Ich verneinte.

Nach ca. 20 Minuten war die Infusion durch; das einzig bisher etwas unangenehme war, das sich mein Arm etwas schwer- und kalt anfühlte, aber so was ist durchaus vernachlässigbar. Und nach ca. weiteren 20 Minuten warten wurde es dann ernst: Ich kam in den OP-Saal, bzw. „OP-Vorbereitungs-Saal“.

Das Team dort war sehr gut aufgestellt und witzelte auch ständig rum, was die Atmosphäre angenehm machte. Mir wurde so auch gleich gesagt: „Wissen Sie, bei uns dauert Vorbereitung länger als OP. ;-)“

Ich musste mich dann aufs OP-Bett legen, über die Schuhe kamen Plastik-Abdeckungen und auf den Kopf die „grüne OP-Mütze“. Dann wurde ich mit dem Bett wohin geschoben und mir wurde abermals so ein klebriges gel in die Augen gestrichen. Ich musste die Augen die meiste Zeit zu halten, was etwas schwer fiel. Liegend sah ich dann mit dem linken Auge fast nicht mehr was um mich vorging und das rechte musste immer zubleiben, wurde aber auch mit dem klebrigen gel etwas festgehalten.

Ca. 20 Minuten später sah ich dann zum ersten mal den Chirurgen, als er mir kurz 4 Punkte ins Auge zeichnete und dann wieder verschwand. Weitere 20 Minuten später wurde dann mein Bett endlich in den OP-Saal geschoben und mein Gesicht verdeckt, so dass nur noch das rechte Auge frei war. Ich sah nur noch sehr schleierhaft ein paar umrisse und Stäbe die über meinem Auge kreisten und jeweils ein Röhrchen mit dem die Assistentin mir regelmässig so ne Flüssigkeit ins Auge spülte. Ich bemerkte dann einen ganz schwachen druck auf dem Auge -und weil ich davon noch in keinem Bericht gelesen hatte- bemerkte ich das kurz an. Der Chirurg sagte nur: „Bin gleich fertig, die Linse ist schon drin.“ -Ich konnte bis zu diesem Zeitpunkt wirklich nur erahnen, dass er den Schnitt schon gemacht- und die Linse schon ins Auge geschoben hatte und bereits am positionieren war. Ca. 1 Minute später war’s dann vorbei und er verabschiedete sich mit den Anweisungen an die Assistenzärzte: „Verbinden, bitte“.

Danach bekam ich im Wartesaal ein Sandwich zum essen und durfte mich wieder anziehen – Da ich nüchtern an der OP erscheinen musste, hatte ich nicht gefrühstückt und mittlerweile war es so zwischen 14 und 15 Uhr; ich hatte also „schon ein bisschen Hunger“. 😉

Noch etwas später wurde dann das operierte Auge nochmals kurz von einer Augenärztin angeschaut. Während der Verband kurz weg war, konnte ich bereits durch das Auge schauen -und sah schon ziemlich gut-. Nach ihrem vermerk: „Sieht super aus“ konnte ich die Klinik dann glücklich verlassen.

Morgen werde ich nebst abnehmen des Verbandes noch was andres vorhaben: Das piercing muss wieder rauf! -Dazu werde ich einen piercing Laden finden müssen der mir ein desinfektionsmittel dafür verkaufen kann – In einer grossen Stadt wie Frankfurt jedoch kein Problem.

Abschliessend bleibt zu sagen, dass ich bereits sehr glücklich mit der OP und besonders dem Chirurgen bin! –Die Reise nach Frankfurt hat sich gelohnt! 😉

2 Kommentare zu Augen-OP: Der erste OP-Tag

  1. Bin ich froh dass das alles gut geht! Jetzt morgen noch das zweite Auge, ich wünsche nochmals nur das beste Glück und Gelingen, ich denke an dich und hoffe, dass auch der Chirurg einen guten Tag hat!
    Liebe Grüsse
    Iris

  2. Hooiii Brüederli

    hey Du bisch so muetig und tapfer, ha ganz fescht a Di denkt während de OP und denke au hüt a Di. No worries wege Dim Piercing, das halted das scho us die paar Täg. 😉 Wünsche Dir ganz viel Chraft und Nerve für hüt, denke a Dich und wünsch Där das es gnauso use chunt wie Du Dir das wünschisch…. hoff gisch bald Bscheid und bisch glii wieder fit und munter zrugg.

    Vieli Grüesslis, ha Di lieb.

    your sister

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