Irgendwan im Oktober…

Ich bin ja jetzt schon einige Zeit in Perth ud es wird mal zeit was neues zu machen… *g* -Also beschloss ich mit 2 kolegen ein Auto zu mieten um richtung monkey mia zu duessen. -Es sind 800km distanz von perth aus, fuer Australische verhaeltnisse nicht wirklich viel… Wir beschlossen und von Dienstag bis Samstag ein Auto zu mieten, was sich gut bewaert hat. -Wer alles auf dem weg genau sehen will, sollte sich 2-3 tage mehr zeit nehmen, aber 5 tage reichte uns voellig aus. -Man sieht genug in dieser Zeit, auch wenn man etwas mehr sehen koente, das „abseilen“ zum beispiel, wo man sich von einem der felsen im outback abseilen lassen kann oder der ganze national park, usw. -Wer sich 2 wochen zeit nehmen kann, kann dann dafuer bis nach exmouth und broome hochfahren, wo’s dann richtig heiss wird (40g+). Typischerweise, hatten wir alle auf reisefuerer und so kram verzichtet, so dass wir einfach mal ins blaue rausgefahren sind. -Wie gesagt, wer alles sehen will, sollte sich dringend nen guten reisefuerer besorgen, aber wir waren schliesslich keine 0815 touristen, die von attraktion zu akttration hetzen, nur um alles zu sehen… *g* Wir fuhren frueh morgens um 7 los, da wir monkey mia noch vor der daemmerung erreichen wollten. -Abends wirds kritisch mit den kaenguruhs, die man dann sehr warscheinlich ueberfahren wuerde, tagsueber gibts allerdings keine probleme. -Mit nur 110km/h (das ist das limit auf highways in australien!) war die lange und sehr uebersichtliche strasse abzufahren eine herausforderung. -Bei uns ist deshalb auch ab und zu das tacho bis 190 geklettert… *g*

Auf dem weg konnten wir uns, da wir nicht mit einer tour unterwegs wahren auch die freiheit nehmen mitten im ouback irgendwo rauszufahren und jeweils entweder fotos von der tollen umgebung schiessen, oder uns an schoenen und verlassenen straenden kurz neiderzulassen.

Die stops auf der autobahn waren ebenfalls nicht so der hit, ist man doch kaum aus dem auto schon von sehr agresiven fliegen umzingelt die einem versuchen in die augen oder in den mund zu fliegen. Nichtsdestotrotz kam uns die 8 stuendige fahrt relativ kurz vor und so sind wir dann so gegen 19.00 in Monky Mia angekommen. Zu unserer verwunderung war da nur so ne art grosser campingplatz, der sich als eine art resort herausstellte, bis wir dann rausfanden, dass DAS alles ist… -Ehrlich gesagt hatten wir und Monkey Mia, das ja doch ziemlich bekannt ist etwas groesser vorgestellt… Ausserdem ist da am eingang was von eintritt fuer das resort zu bezahlen gestanden, aber da niemand dort war, sind wir einfach mal durchgefahren… *g* -Also ist man zuerst zur rezeption gegangen und hat sich eine unterkunft gebucht. Das billigste war nen wohnwagen zu mieten, was $15 pro person und nacht kostete (fuer $23/person haette man sich dort ein bungalow mieten koennen.) -Uebrigens, wer ein Zelt mitbringt uebernachtet dort kostenlos, da es nichts kostet ein zelt aufzustellen, oder man kann auch direkt am strand unter den sternen schlafen… (allerdings nur im hochsommer empfehlenswert, da es zu den anderen jahreszeiten ueber nacht doch ziemlich kuehl werden kann dort.)
Also in dem ca. 100m2 grossen platz gab es: Ein restaurant, eine bar, ein laden, einige bungalows und eben den zeltplatz. Also nix mit ausgang… Nach dem wir dort zu teuren $12 fish&chips gegessen hatten waren wir in der bar noch ein bierchen trinken und dann halt extrem frueh um 21.00 schon schlafen gegangen… -Natuerlich hatte ich stundenland probleme mit einschlafen, da ich 1. schlafen in einem wohnwagen nicht so gewohnt bin und 2. noch nie in meinem leben um 9 uhr abend schon schlafen gegangen bin… -Dafuer sind wir um halb 7 am morgen schon aufgestanden, was sich als gut erwiesen hat, da die delfine oft nur zwischen 6 und 7 nah an den strand kommen. Dort konnte man dann aber wirklich wie versprochen praktisch mit den Delfinen baden und die suessen tiere in nur 50cm entfernung betrachten! -Nur anfassen durfte man sie nicht, dafuer schauen die ranger, die dann immer davoor stehen um sicherzustellen das die delfine sich nicht gestoert fuehlen und wieder kommen. -„Die delfine seien durchaus interessiert am menschen, wollen aber nicht angefasst werden“, so einer der ranger.

Danach sind wir dann erstmal zum strand gegangen, der echt wunderschoen ist, sehr sauber und kilometerweit keine leute in sicht. Da die ebbe dort sehr stark ist, konnte man auch sehr weit ins meer hinaus laufen. Als wir dann etwas gebadet, gesonnt und im meer rumgelaufen sind, gings dann um ca. 11 Uhr mittags wieder ins resort zureueck, wo wir uns erstmal ueber die touristen die offenbar zu spaet waren um immer noch auf die delfine warteten lustig gemacht haben. 😉 -So langsam ist dann auch etwas hunger unter uns aufgekommen und wir beschlossen erstmal in den laden zu gehen um brot, schinken und kaese fuer einen brunch zu kaufen. -Der laden war sauteuer und selbst fuer cigaretten hat man locker 1-2 dollar mehr bezahlt…

Nach dem essen fuhren wir dann richtung Kalbarri National Park, einen sehr grossen outback park, indem man beindruckende schluchten und scenarien geniessen kann – im prinzip, denn ohne fliegennetz ueber den kopf erwiesen sich auch nur 100m zu fuss als eine echte qual, so dass wir jeweils immer nur schnell zu den sehenswuerdigkeiten gelaufen sind, einige fotos gemacht haben und schnell wieder zurueck ins auto gehasstet sind. (So ein fliegennetz fuer uber den kopf erweist sich im outback wirklich als _sehr_ nuezlich und sollte vor der reise sicher angeschafft werden!)
Aber zurueck zu den sehenswuerdigkeiten, als eine der „hauptattraktionen“ stellte sich das sog. „window of nature“ raus; das ist ein grosser runder felsen mit einem loch darin und wenn man hindurchschaut hat man wirklich das gefuel durch einen blick aus einem fenster die ganze pracht der natur zu sehen!
Mit ueber 40grad wars aber dann eine doch recht bedrueckende hitze und so beschlossen wir erstmal zurueck zu fahren und uns mit etwas bier zu erfrischen.

-Da Monkey Mia kein bottle shop zu bieten hatte, beschlossen wir uns auf dem weg zurueck noch in die benachbarte stadt Kalbarri zu fahren. Die stadt war sehr gross auf der karte angeschrieben, so dass wir da schon was grosses erwartet hatten. Um so mehr verwundert waren wir, als sich auch dies als nur ein kleines fischerdoerfchen rausstellte, in dem es aber immerhin einen bottle shop und ein internet cafe gab. Es sah aber ziemlich schoen aus und da es sowieso auf dem rueckweg zu perth lag, beschlossen wir morgens dort zu uebernachten.
Ein blick auf die Uhr verriet uns: „oh schreck, schon fast 6! – Der bottle shop koennte jeden moment zu machen!“ Wie die wilden sind wir dann zum bottle shop gerannt, der zum glueck noch auf hatte und haben uns mit bier eingedeckt.
Danach kauften wir noch fleisch und brot fuer unser BBQ zum abendessen ein und machten uns auf den weg zurueck.
-Diesmal war allerdings leider jemand da beim resort eingang, der uns dann erstmal $12 pro person abknoefte, nur damit wir zu unserer unterkunft zurueck kamen! -Es empfiehlt sich deshlab immer erst nach 19.00 ins resort einzufahren, da man sich dann das „eintrittsgeld“ sparen kann.

Danach sind wir dann zum grillplatz gelaufen und haben unser BBQ grilliert, was echt gut schmeckte. Hier lernten wir auch einige leute kennen, die mit einer tour, die sich „Adventure Tours“ nannte hingekommen sind und uns dann erzaehlten, was wir mangels vorbereitungen unsererseits alles auf dem weg hierhin verpasst hatten (das abseilen z.B.). Ich hatte mich wirklich nur 5 minuten verabschiedet, weil ich noch einen telefon anruf zu machen hatte und als ich zurueck kam rannte mir gleich Holger entegen, der mir sagte, dass die tour jetzt noch zu den „hot springs“ (heisse quellen) fahren uns uns auch mitnehmen wuerden, Heiko sei schon eingestigen und er haette nicht wirklich lust mitzufahren. Als ich dann meine gedanken sortiert hatte und mich entschloss mit zu fahren, war der bus leider schon weg… -Zu den „hot springs“: Das sind wie gesagt so heisse quellen in einem krater, wo man nachts in warmem quellwasser baden kann, bzw. „koennte“ *g*. (um dort hin zu kommen braucht man allerdings einen 4×4 rad antrieb).
Also bin ich mit Holger noch zurueck geblieben und haben noch etwas bier am immer noch heissen grillfeuer getrunken.
Als die tour dann wieder zurueck gekommen ist, dachten wir zuerst sie scherzen, als sie uns sagten, dass sie jetzt in so speziellen schlafsaecken am strand schlafen werden. -Das haben die dann aber tatsaechlich getan, so viel zum wort „Adventure“, dessen Adventure Tours alls ehre zu machen schien.

Am naechsten tag sind wir dann, nachdem wir noch im outback rumgefahren sind und ein aquarium besucht hatten wie geplant nach Kalbarri zurueck gefahren und hatten uns im Backpackers dort einquartiert. -Das „Backpackers“ dort war wohl mit abstand das luxurioeseste, dass ich je gsehen hatte: Fuer $20 pro person und nacht bekommt man ein ganzes bungallow mit TV, garten, grosser kueche, ein zimmer mit 3 betten und ein seperates mit doppelbett (ganz gut wenn man mit einem paerchen unterwegs ist *g*). Da das haus auch sehr grossraumig ist, eignet es sich _ideal_ um party zu machen dort! 😉
Vor dem abendessen sind wir noch in den Bottleshop und hatten bier und sekt eingekauft.
Zum abendessen gingen wir dann zum „Jettys“, einem familiaeren uns sehr guten fish&chips restaurant, wo man fish&chips mit taeglich frisch gefangenem fisch essen kann. Sie betonen dort, dass es sich um _kein_ fastfood restaurant handle, da sie den fish und die pommes jeweils immer auf anfrage frisch zubereiten und es deshalb auch etwas laenger dauert, bis man es seviert bekommt. (In stosszieten schonmal ne halbe stunde, deshlab kann man auch telefonisch schon mal vorbestellen). Hier kann man dann zwischen 3-5 fischsorten auswaehlen, je nachdem was am tag halt eben gefangen wurde. Wir entschieden uns fuer „pink snapper“ fisch, der auch sehr lecker war. -Das beste fish&chips dass ich je gegessen hatte!
Nach dem essen gings zurueck zu unserem Haus, wo wir auch noch eine schulkolegin getroffen hatten, mit der wir draussen tranken und redeten.

Den daraufolgenden tag haben wir dann am strand verbracht und haben uns zum abendessen kaese und schinken toasts zubereitet, danach machten wir es uns mit TV und alkohol gemuetlich. (Pretty Woman eignet sich ideal dafuer) 😉

Am morgen hiess es dann auch schon wieder „zurueck fahren“ und da wir das auto um 17.00 wieder zurueck bringen mussten, haben wir uns morgens frueh um 7 auf die heimreise gemacht.
Auf dem weg zurueck haben wir uns auch noch die „stromboliten“, angeschaut; das sind so bakterien, die von der wissenschaft als der allererste lebende organismus angesehen werden und auch nur an einigen wenigen punkte der erde -u.a. eben australien- zu finden sind.
Die „pinnacles“, die man irgendwie schon gesehen haben muss wenn man grad in der naehe ist mussten wir dann auch noch sehen. -Es vergingen aber doch ne gute stunde, bis wir die dann endlich gefunden hatten. Zum eintrittspreis von $9 pro Auto (nicht person) sieht man dann eine grosse flaeche langweiliger felsen in der wuesste.

Da die Zeit schon langsam knapp wurde, mussten wir uns dann auf dem letzten steckchen noch etwas beielein, sind aber genau um 17.00 beim Europcar, dem autoverleih angekommen, wo wir unser auto dann heil abgeben konnten.

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