Absurde Klagen

Schon geil, was den Leuten alles so einf├Ąllt um sich zu beschweren… ­čśë

Gest├╝tzt auf eine Untersuchung des britischen Verbandes der Reiseb├╝ros,
hat die Zeitung ┬źDaily Telegraph┬╗ die unm├Âglichsten Klagen von
britischen Touristen in einer Liste zusammengestellt:

Ganz oben rangiert der Mann, der den Reiseveranstalter daf├╝r
verantwortlich machte, dass seine Hochzeitsreise sehr unbefriedigend
verlief. Er beschwerte sich, weil er auf Safari in Afrika das Gem├Ącht
eines Elefanten gesehen hatte: ┬źDanach f├╝hlte ich mich v├Âllig unzul├Ąnglich.┬╗

┬źDer Strand war viel zu sandig┬╗, beschwerte sich ein Reisender. Eine
andere Familie f├╝hlte sich ├╝bervorteilt, weil der Sand am Strand weiss
war: ┬źDas entsprach nicht dem Bild in der Brosch├╝re. Dort war der Sand
gelb.┬╗

Ungehalten reagierte eine Familie auf Badeurlaub am Meer: ┬źNiemand hatte
uns gewarnt, dass Fische im Wasser sein w├╝rden. Die Kinder waren ganz
verschreckt.┬╗

Hinters Licht gef├╝hrt f├╝hlten sich die Leute, die bei einem
Strassenh├Ąndler eine Ray-Ban-Sonnenbrille f├╝r zehn Franken kauften. ┬źWir
stellten fest, dass sie gef├Ąlscht war┬╗
, beschwerten sie sich.

Erstaunlich oft ist die Fremde den Touristen offenbar sehr fremd. ┬źIn
Indien gibt es in jedem Restaurant Curry, das ist gr├Ąsslich┬╗, klagte ein
Tourist. ┬źDie Siesta sollte verboten werden┬╗, forderte eine Britin auf
einer Italien-Reise. ┬źIch muss oft zu dieser Zeit etwas einkaufen, und
die L├Ąden sind immer geschlossen.┬╗

Auch ungerechte Behandlung macht die Reisenden w├╝tend: ┬źWir brauchten
neun Stunden, um von Jamaica nach England zu fliegen. Aber die
Amerikaner werden in nur drei Stunden nach Hause gebracht.┬╗

Hier noch einige von Polskaweb News:

Es ist schier unglaublich was heim reisenden Touristen aus Polen alles so einf├Ąllt um sich, zumindest einen Teil ihrer Urlaubskasse, vom Reiseveranstalter zur├╝ckzuholen. Warschauer Reiseb├╝ros haben jetzt hierzu die besten „Vortr├Ąge“ in einer Zusammenfassung publiziert. Mit Abstand auf dem ersten Platz liegt hierbei die Beschwerde einer Mutter, welche aus dem ├ägypten- Urlaub mit ihrer Tochter zur├╝ckgekommen war und nun vom Reiseveranstalter Schadenersatz daf├╝r haben will, dass ihr Kind durch im Hotel-Pool schwimmende Spermien schwanger geworden sei. Wie diese Beschwerde, so gibt es viele andere ebenso wenig glaubhafte Begr├╝ndungen zur├╝ckgekehrter Urlauber, die meinen sich jegliche subjektive Unannehmlichkeit durch die Veranstalter ersetzen lassen zu m├╝ssen. Lesen Sie hierzu interessante Details aus der Rangliste solcher Begr├╝ndungen.

Zur├╝ckkommende Reisende aus ├ägypten stellen, zumindest in den Reiseb├╝ros der polnischen Hauptstadt, das Gros von Beschwerdef├╝hrer ├╝ber angebliche wertgeminderte Urlaubsfreuden . Begr├╝ndungen wie „Zu viele Araber in ├ägypten“, „Schwimmende Spermien im Hotel- Pool“ oder „zuviel Sand in der W├╝ste“ wurden nat├╝rlich von der Mitarbeitern der Veranstalter genauso ernsthaft aufgenommen wie Beschwerden ├╝ber Gro├čbaustellen direkt vor den Feriendomizilen. Nachvollziehbar waren, nach Angaben von den jeweiligen Reiseb├╝ros, die wenigsten der Klagen.

Die meisten Reiseb├╝ros verzeichneten den Hauptanteil absurder Beschwerden saisonbedingt im Juli und August. So beschweren sich die meisten ├ägypten- Urlauber denn auch dass es dort sehr heiss war. Einige auch dar├╝ber dass ihr Hotel in der N├Ąhe einer Moschee lag, wo man sich mehrmals t├Ąglich durch“ lautes Jammern“ bel├Ąstigt f├╝hlte. Optionale Ausfl├╝ge in die W├╝ste habe man als ├Ąusserste Strapaze empfunden, da dort zu viel Sand und Staub war. Andere klagten gar, weil man sich durch zu viele Araber im Hotel um seine Urlaubsfreuden betrogen f├╝hlte.

Die Nationalit├Ąten der G├Ąste in den Hotels spielen auch eine ganz besondere Rolle in den Beschwerden polnischer Touristen. W├Ąhrend einige sich alleine dadurch um ihren Seelenfrieden betrogen sahen weil sie die einzigen Polen im Hotel waren, beschwerten sich andere dar├╝ber dass zu viele Polen in ihrem Hotel gewesen seien, was man als ├Ąusserst st├Ârend empfand. Gar bedroht f├╝hlten sich manche Urlauber sogar durch die Tatsache, dass in ihrem Urlaubshotel auch Briten oder Deutsche untergebracht waren.

Jeder wei├č, dass Wasser nass ist und die W├╝ste aus einer Menge von Sand und Staub besteht. Algen und tote Fische im roten Meer d├╝rften auch kein Novum sein. Gleichfalls klagen nicht selten Urlauber ├╝ber Magenbeschwerden, Erbrechen und Fieber nach dem Verzehr von Lebensmitteln in arabischen L├Ąndern und reichen dann nach ihrer R├╝ckkehr in die Heimat diverse Fotos von Toiletteng├Ąngen bei ihren Reiseveranstaltern ein. Absurde Klagebegr├╝ndungen sind aber auch Beschwerden ├╝ber schlechtes Wetter, zu viele Sonne oder Regen.

Reklamiert wurden auch bei „all inclusive“ Reisen der Gang zum Gemeinschaftsessen im Restaurant. Im Verst├Ąndnis des Begriffes „All inclusive“ hatte man erwartet, dass die Mahlzeiten auf den Zimmern gereicht werden w├╝rden. In einem Fall verlangte ein Ehepaar was in der T├╝rkei war sogar Schadenersatz hierf├╝r, dass man im Hotel- Restaurant nicht im Slip seine Mahlzeiten einnehmen durfte. Verzeichnet sind auch F├Ąlle von Beschwerden weil das Flugzeug nicht an gewohnter Stelle gelandet war, oder dass man auf dem Fr├╝hst├╝cksteller schief- geschnittene Tomaten fand.

Ein Arzt aus Krakau wollte Schadenersatz von seinem Reiseveranstalter einklagen, weil sein Hotelzimmer schimmelverseuchte Luft aufgewiesen habe. Zum Beweis hatte der Mann ein Glas mitgebracht, indem er diese Luft angeblich eingefangen hatte. Aber Beschwerden mit dem Hintergrund des Verlangens nach Schadenersatz bietet auch der Winter. Zu viel Schnee, zu wenig Schnee, manchmal auch eine zu dicke Schneeschicht, sodass Busse nicht zwischen den Hotels und Skiliften verkehren sind ihre Hauptbegr├╝ndungen. Eine ├Ąltere Dame aus einem Warschauer Vorort hatte sogar w├Ârtlich nach ihrem Winterurlaub angeben, dass sie am meisten der Schnee genervt habe.

├ägypten ist im ├ťbrigen eines der absoluten Lieblings- Reiseziele der Polen, denn es ist ein wundersch├Ânes, preiswertes und gastfreundliches Urlaubsland. Meckerer und Leute die immer ihrem Gelde nachtrauern gibt es aber ├╝berall.

Links

http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Die-laecherlichsten-Beschwerden-Der-Strand-war-zu-sandig/story/11720135
http://polskaweb.eu/urlauber-beschwerden-an-reiseveranstalter-5775454.html
http://www.rp-online.de/public/bildershowinline/aktuelles/reise/news/43000

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