Ibicaba, das Paradies in den Köpfen

Personenbeschreibung

Thomas Davatz: Er ist Lehrer, verspricht sich von Ibicaba ein besseres Leben. Er ist der „Anführer“ der Auswanderer-Gruppe. Er setzt sich sehr für die Anderen Kolonisten ein, schreibt trotz des Verbotes Briefe an die Schweiz, mit der bitte keine Auswanderer mehr nach Brasilien zu Schicken. Am Ende gelingt ihm die Flucht aus Brasilien.

Barbara Simmen: Sie versucht sich mit ihrem Sohn alleine durch zuschlagen. Arbeitet in einer Weberei. Ihr wurde mal gesagt, dass Sie nicht lieben solle.

Rosina Marti: Sie ist Hebamme von Beruf; auf dem Schiff kümmert Sie sich liebevoll um die Kranken.

Pfarrer Seifert: Er ist gegen die Auswanderung, bleibt darum auch in der Schweiz.

Frau Blumer: Nachdem Sie dem Wirt das Ackerland abtreten musste, da Ihr Mann vom Saufen zu viele Schulden gehabt hat, nimmt Sie eine Stelle in der Druckerei von Peter Ackerman an.

Peter Ackermann: Er ist der Chef der Druckerei, in der Frau Blumer arbeitet. Er kann vorerst nicht nach Ibicaba, da er im letzten Moment Krank wird.

Vergueiro: Senator von Ibicaba; er ist der „Veranstalter“ der Reise.

Felix Hofmann: Er ist schon 1 Jahr auf Ibicaba; er ist der Unterdirektor von Ibicaba.

Heinrich Schmied: Er ist auch Unterdirektor von Ibicaba. Er kommt aus Hombrechtikon.

Oswald: Er ist wegen „Politischen Gründen“ ausgewandert, denn er hat sich mit den Fabrikherren aufgelegt. Er hat in Ibicaba eine Bierbrauerei.

Jozé: Er ist der Leiter von Santos.

Luiz: Er ist der Leiter von Ibicaba. Er hat früher mal zwei Sklavenschiffe versenkt.

Jonas: Er ist der Direktor der Kolonie Paravicini: Ihm gehört die Zeitschrift „Der Kolonist“, er druckt natürlich nur das gute ab.

Dr. Gattiker: Er betreibt eine Praxis in São João. Davatz gewinnt das Vertrauen von Gattiker; er gibt ihm die Nachricht an die Schweiz, die besagt, dass in Ibicaba miese Zustände herrschen, sie belogen wurden. Später weiss allerdings die Regierung von Ibicaba davon Bescheid. Er warnt Davatz noch, dass die Agenten so was innerhalb von 2 Tagen mitbekommen, weil Sie alle Briefe von Kolonisten filtern und Zensieren. Hat Gattiker Davatz Verraten?

Zusammenfassung

Teil 1: Die Einleitung

Die Armut und die Missernte im Jahre 1855 zwingt viele Leute zum Auswanderern. Sie versprechen sich in Ibicaba (Brasilien) ein besseres Leben. In der Zeitschrift „Der Kolonist“ haben Sie nur Gutes über Ibicaba gelesen; wie toll es hier sein wird: Nie mehr Hungern, Wohlstand (Branntwein trinkt man hier wie Wasser) usw. Sie bedenken allerdings nicht, dass diese Zeitschrift der Regierung von Ibicaba gehört und dass hier nur gutes abgedruckt wird; alles andere wird „Zensiert“.

Der Lehrer Thomas Davatz organisiert bei Vergueiro die Reise, er und die anderen Kolonisten werden aber nur betrogen; „der Herr nimmt es mit den Verträgen nicht so genau…“ .

Teil 2: Die Schifffahrt

Auf dem Schiff nach Brasilien werden die meisten Leute Krank. Viele Leute sterben während der Fahrt. Sie sind zusammen geengt Wochenlang auf dem Schiff, es gibt auf dem Schiff weder einen Arzt, noch einen Pfarrer, obwohl ca. 300 Leute an Bord sind. Einige Leute sehen jetzt, dass es doch keine so gute Idee war, auszuwandern. Während der Fahrt haben die Leute immer wieder die gefälschten Berichte aus „Dem Kolonist“ gelesen, um sich aufzuheitern.

Teil 3: Auf Ibicaba

In Brasilien angekommen, müssen die Leute noch einen langen, anstrengenden Fussmarsch von Santos nach Ibicaba zurücklegen, obwohl man Ihnen Transportmittel zugesichert hat. Einige Leute mussten in andere Kolonien; durften also nicht nach Ibicaba, obwohl im Vertrag stand, dass alle nach Ibicaba dürfen. Auch hat die Reise vielmehr gekostet, man macht also Schulden, da man nicht so viel Geld hat.

In Ibicaba angekommen, sind die Hütten noch nicht fertig gebaut; einige haben kein Dach, andere kein Boden. Viele Leute werden Krank und der Arzt kostet natürlich auch… .

Die „Vertraglich zugesicherten“ Plantagen seien halt „schon abgeerntet worden“, heisst es. Für die Kaffeebohnen, die man mühsam geerntet hat, bekommt man fast kein Geld.

Alle Esswaren sind viel teurer als in der Schweiz, man muss Sie jedoch trotzdem kaufen; „Zum Glück“ kann man bei Vergueiro am „Fasstag“ alles auf Kredit kaufen, der Schuldenberg wächst… – Die Leute müssen also noch lange für Vergueiro Arbeiten, ehe Sie frei sind.

Die Regeln und Gesetzte hier sind viel Strenger als in der Heimat.

Teil 4: Der Schluss

Die Leute sehen, dass es ihnen in Brasilien noch schlechter geht, als früher. Sie wollen wieder zurück, dürfen dies aber wegen der hohen Schulden nicht.

Thomas Davatz will Protestieren, aber es nützt nichts. Er will einen Brief an die Schweizer Regierung schreiben, mit der bitte keine Auswanderer mehr nach Brasilien zu schicken und sie zu retten. Da seine Briefe nie ankommen, vertraut er sein Geheimnis dem Arzt Gattiker an. Der sagt Davatz, dass alle Briefe, die von Kolonisten kommen, gefiltert und Zensiert werden; darum konnte man also nur gutes in der Schweiz lesen! Ein paar Tage später wird er von der Ibicabischen Regierung beschuldigt und beschimpft, er wolle nichts Gutes für Brasilien, ihm wird auch mit harten Strafen und Bussen gedroht, falls dies nochmals vorkommen werde. – Hat Gattiker ihn Verraten?

Davatz gibt aber nicht auf; er gibt seinen Brief einem Händler mit, danach kommt der Brief in der Schweiz an.

Nach einiger Zeit kommt ein Kontrolleur aus der Schweiz und deckt den Betrug auf. – Davatz darf mit dem Schiff „Petropolis“ heimfahren, die Familie kann aber erst später nachkommen.

In der Schweiz findet Davatz aber keine Anstellung mehr.

Weitere Infos: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423108916/qid=1080869224/sr=1-2/ref=sr_1_2_2/302-7103082-1702442

8 Kommentare zu Ibicaba, das Paradies in den Köpfen

  1. Davatz wird hier nicht mit ‚tz‘ geschrieben. Das ist schade weil es falsch ist. Im Ueberfahrts-Vertrag nach Santos schreibt sich Thomas Davatz, der Lehrer aus Fanas und Hauptfigur im Buch von Eveline Hasler mit ‚tz.‘ Auch wenn man den Namen grundsaetzlich in beiden Versionen finden kann, ist dies in diesem Fall ein aergerlicher Lapsus. Die entsprechende Korrektur waere angebracht. Danke.

  2. Die Zusammenfassung ist gut zu lesen, leider aber mit sehr vielen grammatikalischen Fehlern gespickt. Die Lehrerin in mir hat diese natürlich auch sofort entdeckt. Ansonsten tiptop 🙂

  3. Hallo Steven

    Danke für die gelungene Zusammenfassung!
    Die kritisierten grammatikalischen Fehler sind hauptsächlich „das“ anstatt „dass“. Z.B. Er warnt die Agenten Sodas noch, DASS …

    Cumprimentos
    Chris

  4. Es ist Ewigkeiten her, seit ich das Buch gelesen habe und ich habe keine Ahnung mehr über den genauen Inhalt… 😀 Du kannst mir den Teil gerne noch zusammenfassen und zustellen, dann werde ich ihn natürlich ergänzen. 😉

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