Cancun/Springbreak

Allgemeines

Die Springbreak gilt als das „Mallorca der Amis“. Dort wird jeden Frühling die wildeste Party der Welt gefeiert!
Auch wenn Florida oder Jamaica ebenfalls als Springbreak-Orte gelten, so ist Cancun doch eindeutig die bekannteste Destination.

Obwohl fast jeder schon mal von der „Springbreak“ gehört hat, haben sich bisher nur wenige Europäische Party-Freaks den Traum
erfüllt.
Grund ist, und daraus darf man kann Geheimnis machen, der doch „etwas“ höhere Preis im Vergleich zu europäischen Partyferienorten
von ca. 3000.- für zwei Wochen.

Doch gleich sei mal vorhergesagt: ES LOHNT SICH!

Ich war nun ingesamt schon dreimal an der Springbreak: 2007, 2008 und -über ein Jahrzehnt später- 2019. 😄

Im nachfolgenden Review möchte ich meine Erfahrungen an der Springbreak beschreiben und auch auf die Unterschiede im Gegensatz zu „früher“ eingehen.

Hinfahrt

Hin geht’s logischerweise mit dem Flugzeug, der Flug dauert dabei etwa 12-16 Stunden.

Früh Buchen ist auch hier _absolut_ Pflicht! Nicht unbedingt des Fluges wegen, aber wegen der Hotels. -Diese sind nämlich bereits ab
Oktober ausgebucht, weil es so einen gigantischen run der US-Studenten gibt.

Am besten fährt man hier über einen Pauschalreise-Veranstalter, da die Hotels nicht gerne einzelne Buchungen entgegen nehmen; die
Preise für eine Einzelbuchung sind dabei meist gigantisch hoch, wobei ein Reiseveranstalter, der die Kontingente gleich Blockweise
kauft viel Provisionen bekommen, die sie dann an ihre Kunden weiter geben können.

Ort

Cancun liegt in der Karibik und ist eine der wenigen Destinationen, die von Anfang an als Ferienort geplant und so aufgebaut worden
ist. – Dementsprechend perfekt ist es auch aufgebaut und in verschiedene Zonen eingeteilt: Da gib es die Hotel-Zone, in der alle
Hotels quasi nebeneinander am strand stehen, die Shopping-Zone mit Läden und natürlich die Party-Zone mit unzähligen Bars,
Restaurants, kleine- und riesige Grossraumclubs. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei! 😉

Da die Verbindung von der Hotel-/Strand Zone zu der Party Zone deshalb etwas weit ist, stehen Busse zur Verfügung. Aber diese sind
absolut zuverlässig, mehr darüber weiter unten.

Hotel

Obwohl es in Cancun sehr viele Hotels gibt, ist es einfach: Es gibt eine Hotelanlage, die als das „Ultimative Springbreak Hotel“ gilt
und das ist das Oasis Cancun.

Hier gab es seit 2007 einige Umbauten und Veränderungen!
Die Hotelanlage besteht aus einer grossen Pyramide in der Mitte, welche früher „Grand Oasis Cancun“ hiess und heute „The Pyramid @Oasis Cancun“ heisst und als 5-Sterne Hotel aufgeführt wird.

Darum herum gibt es 4 kleinere, längliche Gebäude, welche nun alle „Grand Oasis Cancun“ (Früher: „Oasis Cancun“) heissen und 4-Sterne Hotel sind. Ein Teil vom hinteren der vier Gebäude wird als 3-Sterne Hotel geführt und heisst „Oasis Lite“.

Die Hotelanlage

Die Oasis-Anlage besteht somit aus 5 Hotel-Blöcken (zusammen über 580 Zimmer!), eine Empfangshalle mit Rezeption, 3 (Früher: 5) Buffet Restaurants, 11 (Früher: 3) A-la-Carte-Restaurants, 2 Show-Restaurants, 18 (Früher: 8) Bars, 3 (Früher: 1) Nachtclubs, Kiosk/Souvenirshops und Beauty Salon. Die Aussenanlage bietet ausserdem 2 Swimmingpools.
– Alles inklusive versteht sich, denn beim Oasis Cancun ist ALL INCLUSIVE Standard.

Bei den Inkludierten Angeboten kommt es mittlerweile jedoch daruaf an, welche Hotel-Kategorie gebucht wurde: Im Flagschiff „The Pyramid“ ist logischerweise alles mit drin. Die „Grand Oasis“ haben schon einen deutlich reduzierten Umfang und im „Oasis Lite“ gibt es noch ein paar Restaurants und Bars weniger in die man „rein darf“.

Das Hotel-Angebot

Im Gegensatz zu vielen anderen all inclusive Angeboten ist hier dann auch wirklich alles mit drin: von Bier bis hin zu den diversesten
Mixdrinks. Und im Pyramid-Hotel ist zusätzlich die Minibar noch mit inbegriffen, welche täglich aufgefüllt wird, dafür jedoch nur Wasser, Bier, Cola, Cola Light eine Packung Chips und einen Schokoriegel enthält.

Für den Hunger dazwischen gab es früher es an diversen „Fresständen“ um den Pool und am Strand Hamburger, Hotdogs, Chicken Nuggets und Pommes – Heute gibt es tagsüber am Pool drei Stände nebeneinander mit demselben Angebot und ab 23 Uhr in einem der Restaurants Burger und Chicken-Wings.

Natürlich soviel man mag, natürlich 24h am Tag (bzw. ganz genau genommen nur 23:30 Stunden am Tag, denn zwischen 06:00 und 06:30 ist alles zu 😉) und ebenfalls im Preis inbegriffen.

Selbst das Strandtuch stellt das Hotel zur Verfügung.
Früher konnte man dieses noch am Pool beziehen und jederzeit gegen ein neues umtauschen, neu wird dieses mit den Duschtüchern ins Zimmer geliefert und einmal täglich gewechselt.

Besondere Restaurants

Herauszuheben sind (neu) auch die zwei „Prestige-Restaurants“, das „Benazuza“ und das „Blackhole“, welche für Pyramid-Gäste kostenlos sind und von den anderen Kategorien gegen Aufpreis dazu gebucht werden können. Diese möchte ich nachfolgende noch etwas genauer beschreiben.

Benazuza

Das Benazuza ist ein Restaurant der Molekularküche und zwar ein besonderes, denn Starkoch Rafael Zafra, welcher ganze 2 Michelin-Sterne besitzt bereitet das Essen, welches eher als „Kunst“ wie „Kochen“ bezeichnet werden kann zu.

Die Speisen, duzende mini-gänge, sind dabei nach aller Kunst der Aufbereitung perfekt in Szene gesetzt, was das Restaurant zu einem Paradies für Foodies macht!

Pro Tisch ist jeweils ein eigener Kellner zuständig, welcher ganz genau die Speisen erklärt und auch in welcher Reihenfolge man diese Essen soll, was wichtig ist um das volle Geschmackserlebnis zu haben!

Die Speisen werden immer wieder neu kreiert, so dass jedes Mal wieder eine Moment-Aufnahme ist und es deshalb jetzt keinen Sinn macht diese Aufzuzählen. Nur soviel: Wir, beide Social-Media Junkies und Foodies hatten in der Herrlichkeit des Essens ganz vergessen unsere Speisen zu Fotografieren… 😉

Blackhole

Ebenfalls eine Erfindung von Starkoch Rafael Zafra, das Blackhole, welches den Begriff Dunkelrestaurant neu definiert!

Auch hier speist man aus der Molekularküche bekannten „umgewandelten“ Gerichte in etwa 20-Gängen, doch dieses Mal im Dunkeln! Beziehungsweise gibt es nur Schwarzlicht in dem Raum, so dass man nichts sieht ausser, dass essen welches farblich entsprechend präpariert heraus leuchtet.

Die Kellner selber sind weiss gekleidet (und dementsprechend auch sichtbar) und bieten Shows am- und um den Tisch.

Das Blackhole-Restaurant ist ein Erlebnis, welches man sich keinesfalls entgehen lassen sollte!

Interessanter neben-fact: Das Konzept von Dunkelrestaurants wurde in Deutschland erfunden und in der Schweiz 1999 zum ersten Mal auf der Welt mit dem Restaurant Blinde Kuh umgesetzt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Um Vom Hotel zum Shopping oder zu den Partys zu kommen muss man mit dem Bus fahren. Dies ist jedoch absolut kein Problem, da das
Bus-System in Cancun einzigartig ist. Busse fahren fast im Minutentakt, meist steht sowieso schon ein Bus bereit wenn man zur
Busstation kommt und sie nehmen einen auch mitten auf der Strasse auf (einfach Hand raushalten), selbst wenn dort keine
Bushaltestelle ist. Aussteigen kann man ebenfalls jederzeit, einfach dem Busfahrer sagen, man möchte jetzt aussteigen und sofern es
irgendwie möglich ist dort anzuhalten hält der Busfahrer auch an.

Der Bus kostet 12 Pesos, also umgerechnet etwa 60 Rp oder 60 Cent. Manchmal verlangt der Busfahrer jedoch auch unvermittelt 20 Pesos (ca. 1 USD) mit diversen Begründungen wie „Nachtzuschlag“ (angeblich ab 01:00 Uhr) oder „Rush-Hour“. Man sollte jedoch wegen den 8 Pesos mehr (ca. 40 Cent) kein Theater draus machen.
Ein Ticket ist nur für eine Fahrt gültig, d.h. steigt man aus und in einen
anderen Bus gleich wieder ein muss man ein neues Ticket kaufen. Aufgrund des geringen Preises jedoch keine Tragödie.

Im Bus darf gegessen, getrunken und sogar geraucht werden. Das Partyvolk leistet meistens auch einen gesanglichen Beitrag um die ca.
10 Minuten Busfahrt zu verkürzen. 😉

Die Busse sind mutmasslich noch die gleichen wie vor 12 Jahre, bei fast allen Leuchtet die Motorkontrolleuchte dauerhaft und die Busfahrer fahren wie die Henker. – Bislang aber ohne Unfall, soweit ich weiss. 😄

Daylife

Tagsüber verbringt man an entweder am Pool, oder am Strand. Eine riesige Bühne, welche ehemals am Strand war ist nun in den Pool-Bereich des Hotels verlagert- und zu einer Art „Beach-Club“ geworden, wo die Beats vom Nachmittag bis Abends um 20 Uhr rein hämmern.

Alternativ kann man Tagsüber auch Touren machen um Cancun etwas weiter zu erkunden. Empfehlenswert ist hier die Besichtigung der Maya
Tempel und der Besuch der Isla Mujeres. Touren bucht man am einfachsten direkt im Hotel. Mehr dazu später.

Nightlife

Es gibt zwei Dinge, die die Clubs ausmachen: 1. Das All-you-can-Drink Angebot, dass bei den meisten Clubs zwingend ist und der
(leider) sehr eintönige Sound: Gespielt wird alles was mit Black-Music zu tun hat also Hip-Hop/RnB/Rap, usw. aber leider fehlen
andere Musikrichtungen fast gänzlich; man könnte meinen die Amerikaner kennen nur das. 😄
Der Eintritt in die Grossraum Clubs kostet um die 50$ und beinhaltet wie erwähnt immer auch die Getränke.
Die bekanntesten clubs heissen: Bulldog, The City, Daddy Rocks, Daddy O’s, Fat Tuesday, Pat O’Brien, Congo und Coco Bongo. Vor allem
das Coco Bongo hat einen legendären Ruf. Es ist ein club, den man einfach mal gesehen haben muss! Geboten werden direkt über der
riesigen Tanzfläche Stunts, Shows und Hollywood Acts wie in Las Vegas! -Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn auf einmal
Spiderman über einem durch fliegt und sich dann auf einem der Tische ein harter Kampf mit einem Schurken liefert!

Die Clubs haben allgemein auch oft Gastauftritte berühmter Rapper aus der Szene, wie z.B. Luda Cris, Fatman Scoop oder Eminem.

Wer es gerne etwas gemütlicher hat, dem stehen auch unzählige Bars und kleinere Clubs zur Verfügung, wie Beispielsweise das Senor
Frogs, Carlos n Charlies, die Corona Bar oder das Hardrock Cafe. Diese Orte sind auch besser geeignet um sich kennen zu lernen, was in den Clubs nicht immer möglich ist.

Sicherheit

In Cancun ist man sehr besorgt über die Sicherheit der Gäste, die jedes Jahr sehr viel Geld bringen. Man kann Cancun deshalb kaum mit
Mexico City vergleichen, das ja sehr unsicher ist.
Die Polizei ist ständig präsent und wenn man sich einigermassen an die Regeln hält auch nicht aufdringlich.
-Hat man sich doch mal krass daneben benommen, kann man sich am nächsten Tag wieder „frei kaufen“. Die Preise variieren von 20$ für
kleinere Sachen und etwa 1000$ für grobe Sachen wie z.B. Gewalttätigkeit.
Man muss aber dazu sagen, dass man gut Party haben kann ohne je in Kontakt mit der Polizei zu kommen; diese schreitet i.d.R. nur bei
groben Fällen, wie z.B. Schlägereien ein.
Übrigens, auch wenn fast jeder Taxifahrer Drogen verkauft ist vom kauf abzuraten. Da schreitet die Polizei nämlich auch ein und das
kann ungemütlich werden.

Trinkgeld

Trinkgeld ist in Cancun wichtiger denn sonst wo. Da die Leute teils fast ausschliesslich vom Trinkgeld leben wird _erwartet_, dass man welches gibt. Ohne kommt man z.B. an den Warteschlangen nie dran oder wenn man doch mal dran ist haben die Drinks fast keinen Alkohol mehr drin. Das gilt sowohl auch in der ALL-INCLUSIVE Hotelanlage wie auch in den ALL-YOU-CAN-DRINK Pässen der Discos, einfach überall.
Bitte aber keine kleinen Cent Münzen geben, das beleidigt die Leute nur. 1-2$ Trinkgeld pro Drink, oder 5$ für ne Gruppe von Leuten und gut ist.
Das schwenken einer 10$-Trinkeld Note bringt euch auch an den vollsten Bars sofort nach vorne und die Drinks haben dann üppig Alkohol drinnen! 😉

Währung

Früher war es Ratsam etwa die hälfte des Urlaubsgeldes in USD mitzunehmen, da die Abrs und Clubs ihre Preise immer in USD angeschrieben hatten und ein „umrechnen“ in Pesos meist ungünstig war, doch heute ist es anders: Die Mexikaner sind selbstbewusster geworden und die Preise nun auch für die amerikanischen Touristen grösstenteils in Pesos angeschrieben. Zwar werden USD überall akzeptiert, meist aber mit einem etwas ungünstigen Umrechnungskurs.

Ob das Mexikos Rache für Trump’s „Fucking Wall“ ist? Who knows… 😉

Es gibt jedoch vereinzelt auch lokale, welche lieber USD annehmen (vor allem auch beim Buchen von Touren im Hotel!) und man Preislich mit USD besser fährt.

Auch ist zu bedenken, dass überschüssige USD einfacher wieder loszuwerden sind, wenn man nicht gerade regelmässig nach Mexiko fliegt als Pesos. Somit würde ich immer noch empfehlen zumindest einen Teil des Urlaubsgeldes in USD mitzunehmen, so kann man vor allem gegen Ende des Urlaubs, wenn die Pesos aufgebraucht sind mit USD und/oder Kreditkarte weiter bezahlen.

Was man aber vorzugsweise noch machen kann ist einige 1$ Scheine (fürs Trinkgeld) vorher bei der Bank wechseln. USD Lassen sich hier besser „einteilen“.

Fazit

Springbreak ist geil; ich werde 2008 sicher wieder gehen! Klar, der Preis ist hoch, aber die Karibik ist auch ganz was anderes als z.B. die Balearen.
Deshalb: Wer es sich finanziell leisten kann, möchte ich ans Herz legen: BESUCHT DIE SPRINGBREAK! -Nicht weil es hier steht, sondern weil ihr euch damit einen Traum-Partyurlaub erfüllen könnt! 😉

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