New York

nycVorwort

New York ist ohne Frage eine der interessantesten Städtereisen überhaupt und lohnt sich derzeit gerade aufgrund des tiefen Dollarkurses durchaus für ein verlängertes Wochenende.

So zog es mich nach 2009, ende 2012 wieder für ein paar Tage nach New York.

In diesem Review möchte ich deshalb die Eindrücke dieser zwei 5 Tage Trips schildern.

Hotel

Logiert hatte ich erneut im (nun frisch renovierten) Hotel The Roger, ein gut bezahlbares 4 Sterne Hotel mit sehr feinem Standard.
Und obwohl das Hotel immer noch sehr empfehlenswert ist, wurde leider auch hier ein bisschen an der Kostenschraube gedreht; ich werde die Unterschied jeweils erwähnen.

Aber erst zur Rezeption, welche sehr freundlich und Hilfsbereit ist und das sogar vor der Anreise. So hatte ich 2009 ein Paket, dass nicht nach Übersee geliefert werden konnte vor gängig ins Hotel bestellt und dieses war nach kurzer Rückfrage per Mail auch gerne bereit die Lieferung entgegen zu nehmen und mir bei der Anreise gleich auszuhändigen.

Die Zimmer sind sehr romantisch eingerichtet mit weichem Bett, vielen Kissen und geräumige „Regendusche“ mit Spiegel – Einer Kissenschlacht und anschliessendem Duschen zu zweit steht also nichts im Wege. 😉
Update 2012: Dieses Jahr war das Zimmer leider etwas kleiner, und es fehlte die Regendusche und das obwohl es ein „Superior Zimmer“ war.

Zum Zimmer-Equipment gehören demzufolge auch Kerzen, Wein, Mini Bar – Und sogar ein sogenanntes „Initmacy-Kit“ mit 2 Kondomen, Gleitgel und Desinfektionstuch; ein Service den ich bei meinen vielen Reisen bisher in keinem Hotel angetroffen hatte. 😉 Allerdings sollte man, nachdem man einen Blick auf die Preisliste geworfen hat diese Dinge doch eher selbst mitbringen: Das „Intimacy-Kit“ kostet immerhin 8$ extra und die Preise für Artikel aus der Minibar und Wein sind vergleichbar mit denen eines teureren Restaurants (Mineralwasserflasche 0.7L: 8$).

Update 2012: Die weiblichen Gäste werden ebenfalls ein bisschen enttäuscht sein, dass leider auch die Aveda Pflegeprodukte weg gestrichen wurden.
Dafür ist der 24/7 WLAN Zugang immer noch kostenlos – Ein Service den man heutzutage sehr schätzt.

Abgerundet wird das Angebot von der sehr Gäste-Freundlichen Checkout Zeit bis 13:00 Uhr (Update 2012: Neu muss man zum Checkout (12:00) eine Stunde früher aufstehen) – Denn wer will am Abreisetag schon gerne früh aufstehen? 😉

Sightseeing

Vor allem bei schlechtem Wetter lohnt sich eine Schiffstour rund um Manhattan; mit dem Circle-Line Sightseeing bekommt man innerhalb von 3 Stunden einen guten Überblick und der Tourleiter an Bord liefert ständig alles Wissenswerte rund um diese beeindruckende Stadt; auch so brennende Fragen wie: „Wo genau ist nun der Flieger im Hudson River gelandet?“ werden mit Humor beantwortet.

Auch die Freiheitsstatue ist so sehr gut zu betrachten – Ein herauf gehen ist seit dem 9/11 ohnehin nur noch sehr eingeschränkt möglich: Nachdem die Freiheitsstatue 8 Jahre komplett geschlossen war, durften 2009  jeweils 30 Leute pro Stunde rauf, diese wurden allerdings per Lotterie ausgewählt. Doch auch hier wieder der Ton des Tourleiters: „Lady’s and Gentleman, limited access is still better than no access“.
Hinweis: Mittlerweile können wieder regulär Tickets gekauft werden, doch diese sind so limitiert, dass man als Tourist meist kaum eine Chance hat eins zu ergattern und in der Regel sind sie schon aufs komplette Jahr ausverkauft.

Danach sollte man unbedingt einen Besuch im INTERPID-Museum einplanen, dabei handelt es sich um einen Original und voll bestückten Flugzeugträger der direkt neben dem Circle-Line Sightseeing im Hafen steht – Deren monumentale Grösse kann man sich eigentlich erst dann richtig vorstellen wenn man davor und darin steht! Auf dessen Oberfläche ist dann auch eine hübsche Sammlung Kampfflieger ausgestellt. Ebenfalls kann man dort einen Blick in eine Original Concorde werfen, die sich gleich neben dem Flugzeugträger befindet.

 Nach der Hektik geniesst man, am besten an einem schönen Tag, die Skyline auf dem „Financial District“, ausserdem kann man dort auch grad zum Ground Zero gehen wo seit dem 11. September 2001 eine Baustelle steht. Und nachdem bis 2009 8 Jahre lang praktisch kein Fortschritt gemacht- und viel über das was, wie und wann Diskutiert wurde, ragt nun der neue „World Trade Center One Tower“ stolz in den Himmel hinaus! Daneben entsteht nun ausserdem das „9/11 memorial“, zwei „Brunnen“ in der selben Grösse und am selben Ort der beiden eingestürzten Türme des WTC.

Und zu guter Letzt wäre da natürlich noch das Empire State Building, derzeit der höchste Wolkenkratzer in New York, dessen Besichtigung und atemberaubende Sicht über die Grenzen von New York man unbedingt einplanen sollte.
Nachdem man am besten das Ticket zuvor online gekauft hat, steht man dann vor der Qual der Wahl entweder sehr früh auf- (ca. 06:30) oder sehr lange an- zu stehen (ca. 2 Stunden). Alternativ kann man dieses Problem aber auch mit Geld lösen, denn für den sog. „Fast Pass“, der rund das doppelte kostet (ca. $50) kommt man nicht nur an allen Warteschlangen vorbei, sondern wird auch sehr bevorzugt behandelt. Ausserdem sollte man sehr gut angezogen sein; der Wind dort oben übersteigt manchmal locker das 5-Fache von dem „unten“.

Shopping

Shoppen kann man in New York am besten rund ums SoHo (South Houston) Gebiet und insbesondere entlang des Broadways auf dessen Höhe. Viele schicke Läden bieten dort etwas für jeden Geschmack und an der 49 Mercer St. findet sich noch ein Ed Hardy Store.

Auch sollte man „Macy’s“, das grösste Einkaufshaus der Welt mal besucht haben.

Auffallend ist beim bummeln in New York vor allem, dass die Verkäufer meist auf Umsatzbeiteilung arbeiten und man deshalb etwas häufiger und netter als hierzulande gefragt wird ob man Hilfe braucht.
Und wenn man gerade auf den Black Friday ende November trifft, muss man sich auf einen Menschen-Sturm gefasst machen der seinesgleichen sucht.

Nach dem Shopping ist ein hindurch laufen durch das angrenzende chinatown und little itally empfehlenswert.

Eat & Drink

 Zum Frühstück serviert das Diner Tasty leckere Pancakes, allerdings nur bis 11- bzw. 12 Uhr am Sonntag.

In den typischen „Sports Bars“ kann man im allgemeinen gut amerikanisch essen und trinken.

Als besonders empfehlenswertes Restaurant hat sich das ruby tuesday beim times square herausgestellt – So leckere und grosszügig portionierte spare-ribs isst man sonst sehr selten! Den Tisch sollte man sich vorgängig unbedingt reservieren, denn das Restaurant ist sehr beliebt!

Das tonic am times square ist ein sehr nettes und köstliches lokal, bei dem ich schon 2009 ein vorzügliches Xmas-Dinner geniessen durfte: Egal wann man dort isst und/oder trinkt (Mittag, Nachmittag, Abend), das tonic ist immer ein Erlebnis! Von 17 bis 20 Uhr ist jeweils Happy Hour (1 Drink zu $5) und danach stehen häufig Karaoke-Abende an, bei denen der Bär steppt und so auch für den Ausgang zu empfehlen ist. Das essen könnte man als „Typical American food at it’s finest“ beschreiben.

Das redhead hingegen verwöhnt einem mit köstlichen Spezialitäten aus den Südstaaten. Die Speisen dort sind so köstlich und das Ambiente so gemütlich, dass man auf jeden Fall mal vorbei schauen sollte, es ist ein echter Geheimtipp!

 Als neue Erfahrung 2012 stellte sich auch das Joe’s diner an der 171 west 47th street heraus; die Speisen sind grosszügig und köstlich, das Ambiente und die Küche typisch amerikanisch.

Ein sehr gutes Steak-House in New York ist auch das bekannte Gallagher’s Steak House; bei einem 18 Oz (ca. 550 g) Steak und Beilagentellern, die alleine schon eine Mahlzeit darstellen würden geht sicher niemand hungrig nach Hause! – Auf jeden Fall empfehlenswert!

Leider blieb während dem Kurztrip keine Zeit mehr für das Ravagh Persian Grill, welches eine sehr gemütliche und romantische Atmosphäre ausstrahlt.

Und was bei einem New York Trip auf keinen Fall fehlen darf ist der Besuch des legendären Drehrestaurants Marriot Marquis am Times Sqaure: Bei einem entspannten Drink kann man die ganze Kulisse New York’s geniessen, denn dieses Restaurant dreht sich jeweils um die eigne Achse! – Dafür wird pro Person eine sog. „View Charge“ von ca. $10 fällig.

Übrigens: In den meisten Lokalitäten muss man ca. 30 bis 45 Minuten auf den Tisch warten, dafür haben diese dann auch eine Bar, an der man sich bei einem feinen Drink zum Apero das warten versüssen kann. 😉

Nightlife

Mit weit über 1000 Bars & Clubs ist es schier unmöglich die „besten“ Clubs zu beschreiben, deshalb hier eine kleine Auswahl an Clubs die ich getestet hatte.
Viele Clubs sind rund um die New York City Hall angesiedelt.
Und was für eine Grossstadt wie New York etwas eigenartig ist, ist die Sperrstunde um 4 Uhr morgens; dann müssen alle Clubs zumachen.

Pyramid
Der Pyramid Club ist relativ klein und wirkt etwas altbacken, dafür ist der Eintritt frei und die Atmosphäre angenehm. Getanzt wird zu 80s, Newwave, Britpop und der DJ ist ziemlich gut darin, sich die Perlen auszusuchen, die sogar mir als hauptsächlich 90s-hörher gefallen. 🙂
http://www.thepyramidclub.com/

M1-5 Lounge
Dieser Club ist etwas grösser und heller als das Pyramid, aber ansonsten recht ähnlich. Offiziell spielt der Club „Top 40s“, was bei uns auch als „Charts“ bekannt ist, doch hip-hop ist eher dominierend. Ab und zu werden aber auch hits von David Guetta, Psy, usw. gespielt.
Die Leute sind etwas „komisch“, was die Atmosphäre etwas kühler macht.
Der Eintritt kostet hier auch nur $6 und ist so sicher ein vorbei schauen wert.
http://www.m1-5.com/

Webster Hall
Die Webster Hall zählt zu den grössten und angesagtesten Clubs in New York, weshalb er mit $35 Eintritt auch relativ teuer ist. Allerdings kann man im voraus auch online ein Ticket für $19 lösen.
In einem ehemaligen Theaterhaus gebaut besitzt dieser Club auch eine sehr interessante Kulisse, die bis zu 3000 Personen platz bietet. Auf 3 Floors wird zu Electro, House und Hip-Hop getanzt und fürs chillout gibts eine ruhige Sports bar im Club – Zu der man sich häufig auch gern verzieht, denn die Musik ist auf den floors leider -und das ist einer der Hauptnachteile des Clubs- extrem laut. Etwas leiser und man würde sich dort durchaus sehr wohl fühlen.
Auf jedenfall gesehen haben sollte man aber mal die „Circus“-Show, die jeden Samstag stattfindet und den Club mit Showeinlagen von Zirkusartisten ergänzt. Zusammen mit dem kitschigen Popcorn-Stand, der den Geschmack von frischem Popcorn im Club verbreitet fühlt sich das an wie ein Zirkus in einem Club! 🙂
Im übrigen ist der Dresscode: „Dress to impress“ hier wirklich wörtlich gemeint: Es ist egal, WAS man anzieht, nur auffallen soll es. Zur Not wird man aber auch mit Alltagsklamotten, Turnschuhen und Baseball-Cap locker rein gelassen.
http://www.websterhall.com/

Apothéke
In der Apothéke ist alles wie einer richtigen Apotheke eingerichtet und die Barkeeper mixen mit weissen Kitteln originelle Drinks, u.a. mit Absinth zusammen. Die Drinks sind mit rund $20 zwar etwas teuer, sehen dafür aber auch besonders aus.
Hinweis: Da Absinth-Drinks in Amerika erst im aufkommen sind, ist das lokal derzeit sehr begehrt und ohne Reservation ist es schwierig rein zu kommen. Deshalb empfiehlt es sich vor dem Besuch dort zu reservieren.
http://www.apothekenyc.com/

Transport

Obwohl New York eine riesengrosse Stadt ist, so ist die Navigation durch die „block-bausweise“ sehr simpel.

Für nicht gehbare Strecken kann man das Taxi nehmen, diese sind relativ günstig, sehr zahlreich vorhanden und halten jederzeit auch mitten auf der Strasse an. Für längere Strecken ist tagsüber die U-Bahn empfehlenswert welche für 2.50$ 2 1/2 Stunden gültig ist und auf beliebigen Strecken benutzt werden kann. Nachts ist bei der U-Bahn jeweils Vorsicht geboten und vorzugsweise nimmt man dann das Taxi.

Fotos

 

1 Kommentar zu New York

  1. Wow Steven, super schön gemacht, sehr gut geschrieben und die Fotos sind total wunderschön, mir gefällt vor allem das Tüübli zuoberst auf dem Empire State Building! Riesiges Kompliment! Ein Genuss zum Lesen und Anschauen!

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