Nasenpolypen Operation Erfahrungsbericht

Angefangen hatte alles im November 2013, als sich meine Nase scheinbar aus einer Erkältung nicht mehr erholte und stattdessen die Schleimhaut immer mehr anschwoll.
Der „Nasenspray“ half zwar, doch ich wusste, dass das keine dauerhafte Lösung ist und benutzte diesen nur zwei Wochen lang und auch nur einmal so alle drei Tage. Ich kaufte auch extra eine Nasenspülung in der Hoffnung das Problem zu lösen, doch es nützte nichts.

Nach ungefähr drei Wochen war meine Nase so schlimm zu, dass ich in die Notfallklinik ging, weil der Druck der Nase sogar beim Schlucken auf den ganze Kopf drückte. Dort verschrieb man mir Ibuprofen Tabletten, ein Schmerzmittel, welches eigentlich bei Grippen eingesetzt wird. Ich zweifelte zwar an dieser „Lösung“, probierte es jedoch trotzdem aus, was aber erwartungsgemäss ohne Erfolg blieb.

Nun wurde es Zeit einen Spezialisten aufzusuchen und so wandte ich mich an eine Hals-Nasen-Ohren (HNO) Ärztin. Diese konnte zwar nicht genau sagen was es ist (Hallo, ich dachte ich wäre jetzt beim „Spezialisten“?!), „vermutete“ aber Polypen in der Nase. – Das sind kleine Wucherungen in der Haut, eine Art „gutartiger Tumor“. Sie verschrieb mir darauf eine Therapie mit Cortison-Tabletten und einen Cortison-Nasenspray. Das wirkte nun und die Nase wurde endlich wieder frei! – Leider war diese Freude nur von kurzer Dauer, denn bereits zwei Wochen nach Absetzen der Medikamente war zwar die Nase nicht mehr richtig verstopft, ich hatte aber keinen Geruchssinn mehr! Und wenn man nichts mehr riecht, schmeckt man auch fast nichts mehr, d.h. das Essen schmeckte mehr oder weniger alles genau gleich, für mich eine massive Verringerung der Lebensqualität. Und dies mitten in der Weihnachtszeit! 🙁

Ich beschloss, das Thema im neuen Jahr wieder aufzugreifen und wusste, dass da wohl noch einiges kommen würde.

Nun suchte ich einen neuen HNO-Arzt, welcher auch Operationen durchführt, denn ich wusste mittlerweile aus meinen Recherchen, dass ich um eine Nasen-Operation wohl nicht herumkommen werde.

Durch eine bekannte meiner Mutter wurde ich auf einen HNO-Arzt aufmerksam, welcher schon seit über 20 Jahren Nasen-Operiert und einen guten Eindruck hinterliess.

Bereits beim ersten Termin fiel mir auf, dass dieser mit deutlich moderneren Geräten arbeitet als die Ärztin zuvor. Nun lag Klarheit vor: Nasenpolypen sind bei mir vorhanden. Er riet mir allerdings vorerst von einer Operation ab, da die Polypen wahrscheinlich nicht für den Verlust des Geruchsinns Verursacher seien und schickte mich zum MRI. Das MRI-Bild war dann leider auch nicht sehr Aussagekräftig, es besagte nur, dass „eigentlich alles ok ist“, der Gang zum Riechorgan welches ins Hirn führt war völlig frei. Der Arzt vermutete nun eine Anschwellung der Schleimhaut aufgrund eines Bakteriellen oder Viralen Infektes und verordnete mir eine Langezeit Therapie über 4 Monate mit Kortison tropfen. Diese nahm ich immer bis Ende September und soweit war der Geruchssinn wieder voll da, die „Näselnde-Stimme“ blieb jedoch. Dann setzte ich die Kortison tropfen wieder ab und fing mir im Oktober eine Erkältung ein. Von da an hatte ich zwar teilweise noch einen (schwachen) Geruchssinn, die Nase war jedoch trotzdem nie richtig frei.

Um diesem, seit einem Jahr lang dauernden Leidensweg nun ein Ende zu bereiten entschloss ich mich im November noch dieses Jahr eine Operation durchzuführen und die Nasenpolypen zu entfernen. Der Arzt gab mir zwar keine Garantie, dass mein Geruchssinn danach wieder voll da wäre und klärte mich auch über die Gefahr auf, dass die Polypen evtl. wieder kommen könnten, er sah mittlerweile jedoch auch „gute Chancen“ auf zumindest eine markante Verbesserung.

Danach wurde mein OP-Termin auf Dienstag, 09. Dezember 2014 festgelegt und ich sollte zwei Tage stationär im Spital verbringen.

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