Albuquerque / Four Corners

IMG_4353Vormittags stiegen wir ins Auto und fuhren weiter, denn heute hatten wir zwei Stationen auf dem Programm, auf beide bin ich durch meine Lieblingsserie, die Simpsons aufmerksam geworden. 😀 Das eine ist Albuquerque, bekannt aus der Episode „Hungry, Hungry Homer“ (Dt.: Der Hungrige Hungrige Homer) wo das Baseball Team von Springfield, die „Springfield Isotopes“ nach Albuquerque hätte verlegt werden sollen und schlussendlich durch einen Hungerstreik von Homer doch in Springfield blieb. – Interessant daran ist, dass das Baseball Team von Albuquerque später tatsächlich einen neuen Namen suchte und seine Online Leser nach Vorschlägen für einen neuen Namen befragte. Die drauf folgende Abstimmung, an der an die 120’000 Leute Teilnahmen kam wenig verwunderlich zum Namen: „Isotopes“.  Und Somit wurde das Team auf „Albuquerque Isotopes“ unbenannt und ebenfalls das Logo sehr auf den Comic-Stil der Simpsons angepasst, denn das Team macht kein Geheimnis daraus, dass ihr neuer Name aus der Kult-Zeichentrickfilmserie stammt. Und so ist auch deren Stadion voll mit Lebensgrosser Simpsons-Figuren und Zeichnungen. Das zeigt mal wieder deutlich was für hohe Auswirkungen diese Trickfilmserie auch auf das richtige Leben hat. 🙂

Das andere, das „Four Corners Monument“ ist der einzige Ort in den USA wo sich vier Staaten (Utah, Colorado, Arizona, und New Mexico) gleichzeitig treffen. In den Simpsons taucht dieser Ort ab und zu als „Five Corners“ auf, obwohl es in den USA keinen Ort gibt wo fünf Staaten Aufeinandertreffen und daher eine Parodie auf das Four Corners ist.

Zuerst gings zum etwa 1 Stunden Autofahrt entfernten Albuquerque. Weil gerade Spielpause-Saison war, war das Stadion zwar zu, jedoch hatten wir Glück und es fanden gerade Aufräumarbeiten Statt. So hatten wir doch noch die Gelegenheit das Stadion zu betreten und konnten es ausgiebig von innen Besichtigen. Wir trafen ausserdem auf einen jungen, sehr sympathischen Angestellten der mit uns eine ganze „Privatführung“ machte. Er erzählte uns beispielsweise, dass immer wenn die oben erwähnte Simpsons-Folge irgendwo im TV läuft, dann die online Merchandising Verkäufe kurzfristig um bis zu 70% steigen! Wir merkten, dass er noch nicht so sehr in der Welt herum gekommen ist und so war er auch sehr neugierig wie es in der Schweiz aussieht und wie die Leute da so Leben. Für ihn war Europa im allgemeinen eine „unbekannte Welt“ und er hatte die USA noch nie in seinem Leben verlassen. So unterhielten wir uns ausgiebig mit ihm und als wir, nachdem wir uns mit einigen Souvenirs eingedeckt hatten, gleich weiter wollten gab er uns noch einen Tipp für gutes, typisches Südstaaten Essen: Das Sadie’s wo man super Chilli Essen könne. Wir hatten zwar keinen grossen halt für’s Mittagessen eingeplant, weil wir es bis zum Sonnenuntergang noch zum 400km weiter weg gelegenen Four Corners schaffen mussten, doch den persönlichen Tipp eines Einheimischen wollten wir uns nicht entgehen lassen. 😉 So gins noch auf einen zusätzlichen Abstecher zum Sadie’s vorbei. Und wir wurden nicht enttäuscht! Das Chilli schmeckte absolut köstlich! Sollte man unbedingt in Erwägung ziehen, wenn man in der Nähe ist.

Danach weiter zum Four Corners. Hier war noch etwas „hoffen“ angesagt, denn da die offizielle Seite des Monuments offline war hatten wir als Information über die Öffnungszeiten nur der Reiseführer nach welchem es um 18 Uhr schliessen würde (das hätten wir nicht geschafft) und google, nach dem es im Sommer bis 20 Uhr offen hat (das würden wir locker schaffen). Glücklicherweise hatte google recht. 🙂 Das Monument ist sozusagen „in the middle of nowhere“, denn rundum gibt es ausser Wüste: Nichts. Doch bevor wir ein Foto von uns machen konnten wie wir in allen vier Staaten gleichzeitig stehen, mussten wir -wie überall- zuerst in der recht langen Schlange anstehen. 😀 Eine halbe Stunde später waren dann wir dran und haben ein paar Fotos in allen erdenklichen Positionen gemacht, schliesslich kommt man wahrscheinlich nur einmal dahin.

Und Original
Und Original
Aus den Simpsons
Aus den Simpsons

Weiter ging die Fahrt etwa 30 Minuten zur Übernachtung im Ute Mountain Casino Hotel. Da es ohnehin das einzige Hotel weit und breit war fiel die Wahl nicht schwer. 😉
Da das Hotel auf einem alten Indianer-Reservat liegt ist Alkohol dort (und im Umkreis von etwa 100km) absolut und bei Gefängnisstrafe verboten. Das heisst, es gibt nirgendwo Alkohol zu kaufen, man dürfte darf keinen bei sich haben und schon gar nicht trinken. Nichtmal in den eigenen vier Wänden, bzw. dem Hotelzimmer. Dies wohl weil Indianer genetisch keinen Alkhol vertragen und sehr schnell süchtig werden. Dafür sind die Raucher- und Glücksspielgesetze viel liberaler, rauchen darf man überall auch innen und im Hotelzimmer (was in den USA sehr selten ist). Das Hotel hat ausserdem auch ein Casino, welches voller Indianer war, welche am Ketten-rauchen waren, während sie die Glücksspielautomaten mit einer Münze nach der anderen fütterten. Ein schönes Beispiel Amerikanischer Logik. 😀

Wir assen was und gingen dann schlafen, denn morgens gings weiter zum Grand Canyon.

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