Oklahoma

FeuerwerkEtwa um 20:30 kamen wir beim Hotel „Hilton Garden Inn“ in Oklahoma an. Es war das erste Mal, dass wir hier ein Parkhaus sahen, denn da Platz in grossen Teilen der USA kein Problem ist, werden Supermärkte und Parkplätze meist in die Breite und nicht in die Höhe gebaut. 😉

Das Hotel lag mitten in der Stadt und war Hilton-Typisch auch sehr schön eingerichtet. Da wir hier den 4. Juli (was in den USA ein grosser Feiertag ist) feierten, durfte das Hotel auch etwas mehr her machen. Trotzdem hatten wir uns etwas verplant, denn die Parade und Festaktivitäten wären ca. 30 km weiter weg gewesen, wie wir an der Rezeption erfuhren. Das war uns dann doch etwas zu weit, also entschieden wir uns in der Umgebung zu bleiben, irgendwas wird sicher laufen. 🙂

SportsbarDoch vorerst noch was zu Abendessen, schliesslich knurrte gegen 22 Uhr schon der Magen wieder. Nach etwas herum spazieren in der Stadt landeten wir bei Toby Keith Bar&Grill einer Mischung zwischen Sports-bar und Restaurant. Die Bar hatte ein sehr gemütliches Ambiente und unser Essen, ein grosses Rib-Eye Steak mit Pommes war vorzüglich. Auch die Bedienung war sehr freundlich und so unterhielten wir uns noch ein wenig und erzählten ihr von unser Reise. Sie war sehr erstaunt, dass es in Europa mindestens 4 Wochen gesetzliche Ferien gibt. In den USA gibt es nämlich überhaupt keine gesetzlichen Regelungen und man muss froh sein wenn man überhaupt eine Woche Ferien bekommt… Hartes Brot hier. Sie erzählte uns ausserdem, dass morgen ein Baseball Spiel der „Oklahoma Dodgers“ laufen würde, was uns sehr interessierte, denn wo sonst kann man mal ein richtiges Baseball-Spiel live erleben?

Wieder im Hotel angekommen googelten wir gleich ob wir bereits Karten kaufen könnten, nicht dass diese noch ausverkauft waren. Leider musste man die Karten am Schalter kaufen (welcher schon zu hatte) und so nahmen wir uns vor morgen gleich als erstes dort vorbei zu gehen.

Da wir hier zwei Nächte blieben und es ohnehin ein Feiertag war trennten wir uns am morgen auf, da ich noch etwas liegen bleiben wollte, während meine Begleitung die Stadt erkundete.

PancakesAm Mittag traffen wir uns dann und gingen ins ihop zum Pancakes Essen. An einem Feiertag darf man ja schliesslich ein bisschen schlemmen beim Frühstück.

 

Danach holten wir erst die Karten fürs Baseball-Spiel. Es gab noch welche, allerdings nur in der günstigsten Kategorie, die mit „Lawn“ angeschrieben war. Dafür kosteten die Karten auch nur $12 pro Stück und da wir das Spiel eh nicht verstanden mussten wir auch keine Logen-Plätze haben. 😀

Wir erkundeten zu zweit noch den Rest der Stadt. Uns fiel auf, dass es so gut wie keine Leute auf der Strasse hatte. Einerseits ein bisschen komisch für den Feiertag 4. Juli, andererseits sieht es in der Schweiz am Tag des 1. August auch nicht anders aus. Das es ein Feiertag ist, merkt man auch bei uns -wenn überhaupt- erst Abends.

Die Stadt selbst war sehr schön, wenn auch schon fast „künstlich“, so ähnlich wie in einem Disney-Land. Auch gab es noch einige Baustellen. Die Stadt „Bricktown“ wird wohl tatsächlich erst gerade „gebaut“ und später fanden wir heraus, dass dies so eine Art „Entertaiment-District“ von Oklahoma ist.

Es gab da auch einen künstlich gebauten Fluss auf dem man eine geführte Bootstour um die Stadt machen konnte. Das liessen wir uns natürlich nicht entgehen.

Dann gings zurück zum Hotel und mir machten uns schick für das Spiel und das anschliessende Feuerwerk abends, welches direkt hinter dem Stadion stattfinden würde.

IMG_4198Im Stadion angekommen fanden wir heraus, dass das Wort auf der Karte „Lawn“ tatsächlich wörtlich gemein war: Anstelle von Stühlen gab es eine Ecke im freien mit Rasenflächen zum hinsetzen… An sich nicht so ein Problem, wenn es nicht gerade vorher noch kurz geregnet hätte und der Rasen nass war. So mussten wir improvisieren und bauten uns mithilfe von Taschen und Prospekten welche im Stadion verteilt wurde eine Sitzmöglichkeit. Die anderen Zuschauer auf dem Rasen waren natürlich besser vorbereitet und nahmen grosse Decken und Picknick mit. Trotzdem hatten wir es sehr gemütlich und auch der Regen hatte sich wieder verzogen. „Wenigstens wird man hier ja wohl Rauchen dürfen“, dachte ich zumindest. Doch nein, selbst auf dem Rasen im freien und ohne Dach stand klar und deutlich ein Schild: „Smoking prohibited“! Was für ein Raucher-Feindliches Land. Und da die anderen Leute sich alle an diese Regel hielten wäre es etwas anstössig gewesen, wenn gerade der „Ausländer“ sich nicht daran gehalten hätte. Also hiess es durchhalten! Immerhin durfte man hier Bier trinken.

Erstaunt schauten wir wie sich alle erhoben als die Nationalhymne gesungen wurde und mit sangen. Die Nationalhymne ist, anders als hierzulande, etwas was jeder Amerikaner auswendig kennen muss.

Wir versuchten während dem Spiel mittels google die Regeln zu lernen, doch irgendwie kapierten wir es dann doch nicht so recht. Anyway, die Stimmung war toll!

Nach dem Spiel (die „Dodgers“ verloren leider haushoch) gings gleich raus um das Feuerwerk zu schauen. Es war nett, doch kein vergleich zu den Schweizer-Feuerwerken. Ok, im Gegensatz zu den USA haben wir auch Geld. Aber zumindest die Strassenlaternen hätte man für’s Feuerwerk ausschalten können… 😉

Nach dem Feuerwerk gings wieder mal früh um 23 Uhr essen. Im Jazmoz an der Bourbon Street fanden wir auch ein sehr gemütliches plätzchen draussen direkt am Fluss. Nebenan spielte noch eine Live-Jazz Band. Und man durfte hier sogar Rauchen, jey!

Wir probierten beide den „Black Magic Catfish“ mit einem Étoufée. Lecker!

Crawfish étouffée

Zum Abschluss gabs dann noch gemütlich einen Cocktail und dann ins Hotel.

Bevor es am nächsten morgen eine 8-Stündige Weiterfahrt nach Santa-Fe gab, schauten wir uns noch das Murrah Building Memorial an, ein ehemaliges Regierungsgebäude, welches am 19. August 1995 einem Bombenanschlag zum Opfer fiel und 168 Amerikaner in den Tod riss.

1 comment on Oklahoma

  1. Super gut gemacht! Ich war vor rund 42 Jahren in Oklahoma, es war damals schon nicht viel los dort, das schönste ist der Namen Oklamhoma, und das Klima. Bin gespannt auf den Bericht zu Santa Fe, dort war ich damals auch, habe sogar noch Fotos aus jener Zeit. Was für eine tolle Reise!

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