San Francisco

IMG_5391Am Morgen machen wir uns wieder auf den Weg in den S├╝den runter, Ziel: San Francisco. Und das ist auch der einzige Ort auf unsere Route an dem ich schon mal war, damals 2001… ­čśÇ

Es war auch die letzte Strecke, welche wir mit dem Auto unternahmen. Danach sind wir nur noch zu Fuss, bzw. mit dem Flugzeug unterwegs.

Bereits auf der Fahrt nach San Francisco merkten wir, vor was uns Judy vor der Abreise noch „gewarnt“ hatte und zwar, dass die Temperaturen dort wesentlich k├Ąlter sind als in Napa – Und das bei nur gerade 100km Entfernung…! Je n├Ąher wir kamen, desto k├╝hler wurde es. Kurz vor der Stadteinfahrt mussten wir noch auf dem Seitenstreifen anhalten um das Dach unsere Cabrios hoch zu fahren. Es war eine eisige K├Ąlte mitten im Sommer. Da f├╝hlt man sich fast wie in der Schweiz… ­čśŤ

Auch der Stau vor der Stadt (von dem uns Judy ebenfalls gewarnt hatte) war nicht ohne. Zum Gl├╝ck waren wir fr├╝h genug los gefahren und hatte so keinen Stress.

Im ├╝brigen ist es in vielen Bundesstaaten der USA so, dass bei den Br├╝cken eine Geb├╝hr bezahlt werden muss, welche heutzutage meist automatisch ├╝ber ein Ger├Ąt im Auto Innern abgerechnet wird. Es lohnt sich aber in jedem Fall zum voraus abzuchecken ob der Mietwagenverleiher dies unterst├╝tzt. Denn wenn man einfach durch f├Ąhrt (ohne ein solches Ger├Ąt im Auto zu haben) wird automatisch das Nummernschild registriert und man darf sich beim Autovermieter nachtr├Ąglich auf eine saftige Geb├╝hr freuen… Die Seite Mautgeb├╝hren f├╝r die 8 Br├╝cken in/um San Francisco informiert umfassend zu diesem Thema.

Stunden sp├Ąter schafften wir es dann doch noch bei der Autor├╝ckgabestation von AVIS anzukommen und wir bemerkten, dass wir ganz vergessen hatten den Wagen vor der Abgabe voll zu tanken… D’OH! Die Abgabe selbst war aber dann ganz locker, einfach ins (Flughafen-)Parkhaus rein fahren, den Schildern Richtung „car return“ (├Ąhnlich wie bei den Flughafen Terminals) nach und wir kamen in so eine Strasse wo das Auto kurz angeschaut und dann abgenommen wurde.

Nun waren wir also wieder zu Fuss unterwegs und mussten uns erst ├╝ber das ├ľV-System hier informieren um vom Flughafen raus in die Stadt zu kommen. Dieses trug den wunderlichen Namen BART und ist ein Verbund von U-Bahn und S-Bahn in San Francisco. Obwohl die Automaten f├╝r die Tickets einiges kompliziertes sind als unsere ├ľV-Automaten schafften wir es nach l├Ąngerem Studium der Anleitung dann doch noch ein Ticket zu bekommen.

Dann erst mal zum Hotel einchecken. Unser Hotel f├╝r diese Nacht das King George war zwar etwas alt und wie alle Hotels in San Francisco massiv ├╝berteuert, tat aber seinen Zweck. ­čÖé

Kurze Zeit darauf waren wir schon wieder auf der Strasse und g├Ânnten uns beim Hotdog -Stand ein real american hotdog.

Wir schauten uns weiter die Stadt an und liefen bis zum Hafen runter. Ich war froh, dass ich doch noch einen „Not-Pullover“ mitgenommen hatte, der nun zum ersten Mal gebraucht wurde. ­čśë

Wir kamen beim Anmeldestand der Alcatraz-Besichtigung an, die wir uns nat├╝rlich nicht entgehen liessen. Zwar hatte ich die Besichtigung schon mal gemacht, doch nach 15 Jahren hat man doch einiges wieder ein wenig vergessen… ­čśÇ

Wir nutzten die Wartezeit bis zum n├Ąchsten Schiff um ein Modell des ehemaligen Hochsicherheitsgef├Ąngnis zu betrachten.

Dann gings los! Die Boote welche einem zur Insel r├╝ber bringen auf der das Gef├Ąngnis steht sind mittlerweile komplett Solar- und Windkraft betrieben, sehr eindr├╝cklich.

Auf der Insel angekommen h├Ârten wir uns erst einen Vortrag ├╝ber die Geschichte des Gef├Ąngnisses an: Hier erfuhren wir beispielsweise dass die Insel erst dem Milit├Ąr geh├Ârte und das Gef├Ągnis nur f├╝r Kriegsgefange war. Wer sich nun wie ich fragt, weshalb dieses Hochsicherheits-Gef├Ąngnis denn geschlossen wurde: Die Kosten! Der Betrieb des Gef├Ąngnisses war schlicht zu teuer…

Nach dem Vortrag begaben wir uns dann, „bewaffnet“ mit einem digitalen Audio-F├╝hrer in die Mauern des Gef├Ąngnisses. ├ťbrigens: Obwohl es diese Audio-F├╝hrer auch in deutscher Spracht gibt empfiehlt es sich die englische Version zu nehmen, da man dann die Originalstimmen mancher Ex-H├Ąftlinge h├Ârt.

Es war sehr eindr├╝cklich das Gef├Ąngnis zu sehen und ich f├╝hlte mich direkt „mitten im Geschehen“.

Nach der Tour mussten wir nat├╝rlich auch die Steilen Strassen auf- und ab laufen, so was sieht man sonst echt nicht.

Langsam wurde es Abend und damit h├Âchste Zeit f├╝r einen Bier-Apero in einem gem├╝tlichen Pub. ­čÖé

Nach dem Bier mussten wir auch schon wieder weiter, denn eine Attraktion hatten wir noch nicht angeschaut: Die Golden Gate Bridge! – Ein Taxi brachte uns f├╝r ein paar Dollar hin.

Interessant war, dass es an den Br├╝ckenpfeilern Telefone hatten, die mit einer Art „Selbstmord-Hotline“ verbunden waren. Wer sich also von der Br├╝cke st├╝rzen will, sollte besser vorher da anrufen: „Tu’s nicht, wir finden sicher eine andere L├Âsung!“ ­čśÇ

Leider war es ziemlich bew├Âlkt, winding und somit auch kalt. Also verliessen wir die Br├╝cke nach etwa einer halben Stunde wieder.

hmm, wir h├Ątten uns wohl besser die Taxi-Nummer aufschreiben sollen, denn nun stellte sich die Frage wie wir wieder in die Innenstadt zur├╝ck kommen… Nach etwas herum fragen fanden wir heraus, dass ein Bus f├Ąhrt und nach fast einer Stunde warten kam dieser dann auch.

Wir liefen durch das Chinatown und fanden einen super leckeres chinesisches Restraurant! Wenn fast nur chinesen da essen, ist das meist ein gutes Zeichen… Wir wurden dann auch mit allerlei k├Âstlichkewiten verw├Âhnt! ­čÖé

Danach gings zur├╝ck zum Hotel ins Bett, denn morgen gehts per Flugzeug wieder „zur├╝ck zum Start“: Atlanta.

1 Kommentar zu San Francisco

  1. Sch├Âne Bilder, ist es wirklich schon 15 Jahre her, seit wir dort waren? Die Zeit rast. Der wunderliche Name BART f├╝r die Schnellbahn sollte dir ja gefallen, ich glaube es ist ‚Bay Area Rapid Transit‘. Hihi!

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